Beim Fotoclub läuft es rund

Arzberg - Zwar war das zurückliegende Jahr punktemäßig eher mittelmäßig erfolgreich für die Mitglieder des Fotoclubs, doch das hält sie noch lange nicht davon ab, zufrieden zu sein. Bei der Jahreshauptversammlung jedenfalls zogen sie eine durchweg positive Bilanz. Eindrucksvoll findet die konstand qualitätvolle Clubarbeit in stetig steigenden Mitgliederzahlen Niederschlag.

Im vergangenen Jahr sind zwölf neue hinzu gekommen, womit der Fotoclub Arzberg stolze 72 Hobbyfotografen zählt, berichtete Vorsitzender Stefan Weiß. Dem stehen zwei Abgänge gegenüber. Traurig sei, dass Ehrenmitglied Reinhold Mitschke verstorben ist. Ihm, der 62 Jahre lang dem Verein angehörte, gedachten die Versammlungsteilnehmer schweigend. Zwar falle der jüngste Clubabend, zu dem sich die Mitglieder erst vor wenigen Tagen in den Clubräumen im Untergeschoss der Arzberger Dreifachturnhalle getroffen hätten, nicht in seinen Berichtszeitraum, doch Weiß konnte es sich nicht verkneifen, davon zu schwärmen. "So stelle ich mir die Arbeit in unserem Verein vor. Es waren jede Menge Leute da, die sich ganz locker über die unterschiedlichsten Themen ausgetauscht haben. Das war die reinste Wonne", freute sich der Vorsitzende und kam dann aber doch schnell zu seinem eigendlichen Bericht über das Jahr 2011 zurück. An Veranstaltungen erwähnte er einen Workshop der Firma Cewe-Fotobuch, eine Überblendschau von Herbert Hanauer aus Weiden, das Fischessen in Reichenbach oder die neu eingeführten "Workshop-Days", die sich gut angelassen hätten. Er erwähnte eine Exkursion nach Selb, wo die Clubmitglieder Gelegenheit hatten, kurz vor dem Abriss in der alten Hutschenreuther-Fabrik zu fotografieren. Geopark-Rangerin Monika Schaffer habe eine Exkursion unter dem Titel "Vergangenheit rund um Arzberg" mit den Mitgliedern unternommen, und eine weitere Exkursion habe einige wenige Mitglieder in den Bayerischen Wald zu einem Baumwipfelpfad geführt. Mit dem Bus habe der Fotoclub einen größeren Ausflug nach Abensberg gemacht. Dort seien der Hundertwasserturm, eine Brauerei und anschließend noch bei einem Abstecher nach Regensburg die Katakomben der Innenstadt und eine Schnupftabakfabrik besichtigt worden. Praxis- und Clubabende rundeten das Aktivitätenangebot im Jahr 2011 ab. Eine Veranstaltung hob Stefan Weiß besonders lobend hervor: einen Informationsabend mit Thomas Marth, dem, wie der Vorsitzende sagte, "Top-Naturfotografen im Club, an dem sich alle hier messen müssen". Marth stellte den interessierten Kollegen seine umfangreiche Spezialausrüstung vor und gewährte Einblick in seine Arbeit.

Bei Wettbewerben auf allen Ebenen sind die Arzberger Hobbyfotografen stets vertreten. Im vergangenen Jahr stellten sie sich bei der Bezirksfotoschau in Thurnau dem kritischen Blick der Jury. In der Clubwertung belegten die Arzberger hier den dritten Platz. Den größten Erfolg der zurückliegenden Saison heimste Jasmin Weiß bei der Landesfotoschau in Schwanfeld ein. Ihr Foto "Jonglage" erhielt dort eine der begehrten Medaillen. Mit drei Annahmen mussten sich die Fotoclubmitglieder dann bei der Bundesfotoschau zufrieden geben: Zwei Arbeiten von Gerhard Syha und eine von Nachwuchsfotografin Laura Stark kamen zumindest in die engere Auswahl. "Und das war es schon mit der Ausbeute. Entsprechend weniger  Gesamtpunkte erreichten wir in 2011", so Weiß abschließend. Die besten DVF_Fotografen des Fotoclubs Arzberg waren 2011 laut Stefan Weiß: 1. Jasmin Weiß, 2. Laura Stark (Jugend) und 3. Gerhard Syha. Dem Ehrenvorsitzenden des Fotoclubs Arzberg, Dieter Reiss, dankte Stefan Weiß in dessen Abwesenheit für die ansprechende und konsequente Gestaltung des Infokastens an der Röslaubrücke. Einen Sonderapplaus der Versammlung gab es für Roland Kunz, der unermüdlich für die lückenlose Information der Mitglieder per E-Mail sorgt. Und auch der Sadt vergaß Weiß nicht zu danken, denn in deren Räumen unter der Turnhalle habe der Club eine wunderbare Bleibe gefunden. Bürgermeister Stefan Göcking gab den Dank an den Fotoclub zurück. "Ihr vertretet uns über die Stadtgrenzen hinaus", stellte er fest. Vor allem Dieter Reiss sei im gesellschaftlichen Leben "omnipräsent" und unterstütze ihn durch umfangreiches Bildmaterial in seiner kommunalpolitischen Arbeit.

 Eine kleine Änderung müssen sich die aktiven Mitglieder in ihren Terminkalendern vermerken. "Wir haben unsere Clubabende jetzt ein Jahr versuchsweise am ersten und vierten Mittwoch des Monats gehalten, in der Hoffnung, damit mehr Interessierten einen Besuch zu ermöglichen", informierte Weiß. Nun kehre man wieder zum altbewährten Modus "erster und dritter Mittwoch im Monat" zurück, da durch die andere Regelung kein spürbarer Besucherzuwachs zu verzeichnen gewesen sei.

Bericht von Petra Geigner. 

 

zurück zu Pressespiegel